In eigener Sache

Da ich nicht mehr Rund um die Uhr Telefondienst leisten kann, um zum Teil Fragen zu beantworten, die sich nach grĂĽndlichem lesen unter Erstversorgung und Verschiedenes erĂĽbrigten,

    ich aufgrund der meist unzureichenden Angaben über das Fundtier sowieso häufig nur mutmaßen kann, in wieweit es tatsächlich (evtl. auch tierärztliche) Hilfe benötigt, und / oder wie alt es ist

    ich außerdem keine Ferndiagnosen stellen möchte,

    ich die Vielzahl an e-mails nicht mehr beantworten kann, ohne bis tief in die Nacht vor dem PC zu sitzen,

    ich Ihnen leider auch nicht sagen kann, ob sich in Ihrer Nähe eine Auffangstation befindet,

habe ich mich entschlossen meine Telefonnummer und e-mail Adresse von der Webseite zu entfernen.
Auch die Publikation ĂĽber die Findelkinder eines Jahres wird in Zukunft stark eingeschränkt, denn die Erwartungshaltung / Forderung der Finder, ständig neue Bilder von  „ihrem“ Hörnchen vorzufinden, bedeutete zusätzlich einen enormen Zeitaufwand, den ich nicht mehr leisten kann. (Zum GlĂĽck forderten Tierärzte, Feuerwehr und Polizei nicht auch noch Bilder, denn bei inzwischen weit ĂĽber 100 Eichhörnchen wäre die Kapazität meiner Webseite ziemlich erschöpft.)

Meine Aufnahmekapazität ist sowieso begrenzt, da ich die Tiere alleine versorge und ich der Meinung bin, dass die Qualität der Aufzucht und nicht Quantität (wie viele Hörnchen pro Jahr) entscheidend ist. Ich bin kein „Hörnchen-Messi“ und kenne meine Grenzen und die wurden 2011 definitiv erreicht ! (Damit meine ich weniger die Anzahl der gepäppelten Tiere, sondern vielmehr das drumherum. Telefon, e-mails )
Es ist nicht lustig, wenn um 21.30 Uhr das Telefon klingelt und man gefragt wird, ob man nicht mit ein paar Hörnchen bei einer Geburtstagsfeier aufkreuzen könnte, ...”gegen Erstattung der Fahrtkosten selbstverständlich !”,... weil das Geburtstagskind (in dem Falle die Ehefrau) ein großer Eichhörnchenfan ist und sie damit überrascht werden soll. Nein, das ist wirklich nicht spaßig ! Erst recht nicht, wenn man sowieso schon ein enormes Schlafdefizit hat und sich gerade mal für 2 Stunden - bis zur nächsten Fütterung - hingelegt hat.

Es gelang mir leider auch nicht via Forum Auffangstationen bundesweit und vereinsunabhängig zu erreichen und ich musste im vergangenen Jahr erneut feststellen, dass manche Stationen mit Eichhörnchenkindern voll bis unters Dach waren, während andere kaum etwas zu tun hatten, bzw ein einzelnes Hörnchen päppelten. Gerne hätte ich die einzelnen AS dazu bewegt, sich gegenseitig – mittels gemeinsam organisierter Fahrgemeinschaften – zu entlasten. Doch das beinhaltet eben Kommunikation und sei es nur mittels eines Forums. Es ist mir leider nicht geglückt.
Auch die bisher veröffentlichte Telefonliste von Auffangstationen (bundesweit) auf meiner webseite brachte nur wenig Erfolg, da Finder unter den angegebenen Nummern häufig keinen erreichten und mich erneut kontaktierten.

Ein bundesweites, vereinsunabhängiges Netzwerk, mit verlässlichen Angaben über den jeweils aktuellen Stand (freie Kapazitäten in den einzelnen Auffangstationen), sowie natürlich einer aktuellen Telefonliste von allen Auffangstationen, wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Die Vereine, aber auch vereinslose Auffangstationen werden vermutlich so weitermachen wie bisher…. Sich irgendwie durchwurschteln.

Da kann ich allen nur viel GlĂĽck wĂĽnschen... Ich wurschtel so nicht mehr mit!

Tierheime, Tierärzte sowie verschiedene Behörden haben meine Kontaktdaten, so dass mir auch in Zukunft gewiss nicht langweilig wird und ich weiter Findelkinder versorgen und auswildern werde. (Wenn auch weniger, als bisher.)      

Im Netz finden Sie verschiedene Eichhörnchen-Vereine / Organisationen, die Ihnen evtl. Auffangstationen in Ihrer Nähe mitteilen können.

Eichhörnchen – in - Not

Eichhörnchen Notruf eV

Eichhörnchenschutz eV

Eichhörnchenhilfe Berlin – Brandenburg eV

Sollten Sie dort keinen Erfolg haben, fragen Sie bitte im Tierheim in Ihrer Nähe oder in einem Zoo oder Wildtierpark nach. Viele Tierheime haben ihre privaten Päppler und verfügen außerdem über Auswilderungsgehege. Mit verletzten oder kranken Tieren bitte ich Sie zum Tierarzt zu gehen, denn ich würde auch nichts anderes tun, wenn ich das Tier bekäme.

Es ist fĂĽr mich kein leichter Schritt, aber er war notwendig.
 

Bettina K.                                                                   Februar 2012

Unsere Auffangstation wurde nach unserem Umzug vom Odenwald in den Main-Kinzig-Kreis 2009 von der Unteren Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt) und dem zuständigen Kreisveterinäramt (Gelnhausen) begutachtet und genehmigt. Unsere Station ist somit im MKK behördlich anerkannt !

 

 

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